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Römisch-Katholische Kirche

St. Felix und Regula

loef an der moselloef an der moselDie diesjährige Pfarreireise führte vom 14. bis 19. September zur Mosel, wo der Moselwein in Strömen fliesst. Sind wir auf der Suche nach einem neuen Messwein? Wohl kaum, heisst doch der einzige mir bekannte Mosel­wein Nacktarsch. Zwanzig  Pfarrei­angehö­rige waren auf einer eindrücklichen 6-Tagereise im Bundes­land Rheinland-Pfalz unterwegs.

Die abwechslungsreiche Reise via Basel und Elsass führte zuerst nach Landau in der Pfalz, wo wir beim ersten Zwischenhalt für das Mittagessen einnahmen. Am frühen Abend erreichten wir das Hotel in Löf, das schön am Hang lag mit wunderbarer Sicht auf die Mosel. Dem schönen Hallenbad konnten sich einige Reisende nicht entziehen und nutzten die Gelegen­heit für ein paar Schwimmzüge.

Beim anschliessenden Empfangs-Apéro wurde das weitere Reiseprogramm verkündet. Wie üblich war nicht nur das Hotel sondern auch das Essen erste Klasse. Mit einem gemeinsamen Schlummerdrunk in der Hotelbar liessen wir den ersten Tag ausklingen.

{slider title="Zweiter Tag in Koblenz"}

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Am nächsten Morgen brachte uns der Car nach  Koblenz und gleich weiter hinauf zur Festung Ehrenbreitstein, 118 Meter über dem Rhein, mit einem wohl fantastischen Ausblick auf Koblenz und den Zusammenfluss von Rhein und Mosel, hätte uns der Regen und die trübe Sicht nicht einen üblen Streich gespielt.

koblenzSo schwebten wir früher als geplant mit der Seilbahn über den Rhein hinunter nach Koblenz, die Kurzform des lateinischen „Castellum apud Confluentes“ (das Kastell bei den Zusammenfliessenden).

Auf der Suche nach einem gemütlichen Ort zum Mittagessen, wurden einige von uns ziemlich nass. Dafür blieben sie länger am Tisch sitzen, um sich wieder zu trocknen, so dass kein Stadtbummel mehr drin lag als der Regen nachliess. Es stand noch eine Stadtrundfahrt mit einer Tschu-Tschu-Bahn auf dem Programm. Über den Lautsprecher erfuhren wir einiges über diese schöne Stadt. Eine kurze Schifffahrt rund um das Deutsche Eck auf dem Rhein rundete den Tag ab. Trotz dem starken Regen, aber mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir zum Hotel zurück.

{slider title="Dritter Tag in Trier"}

Am Mittwoch besuchten wir Trier, die älteste Stadt Deutschlands, das seinen 2031. Geburtstag und seine ununterbrochene städtische Tradition seit dem Jahr 17 vor Christus feiert. In dieser langen Zeit erlebte der Ort verschiedene Epochen: Stadtgründung (5000. v. Chr. - 70 n. Chr.), Kaiserresidenz des weströmischen Reiches (269 - 485) und schliesslich von der "schwarzen Hochburg" zum "braunen Bollwerk" (1914 - 1945).

Die „Porta Nigra“, durch die wir in die Innenstadt von Trier gelangten, ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen. Mit Regenschirm bestens ausgerüstet, schlenderten wir gemütlich durch die Strassen von Trier zum nächsten Treffpunkt vor dem Dom. Ein einheimischer Experte führte uns durch den Dom, so dass wir sehr viel Wissenswertes über die älteste Bischofskirche Deutschlands erfuhren. Anschliessend besuchten wir die früheste gotische Kirche in Deutschland, die im 13. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche.

Die Gruppe trennte sich dann und einige fanden in den angrenzenden Gaststätten etwas für den kleinen Hunger. Denn der lange Heimweg der Mosel entlang stand uns noch bevor. Weil die Mosel sich kurvenreich durch das Tal Richtung Rhein schlängelt und die Strasse dem Fluss folgt, erlebten wir eine etwas ruppige Fahrt, die wir jedoch schadlos überlebten.

Leider reichte die Zeit nicht, um im Weingebiet des schon erwähnten „Nacktarsch“ anzuhalten. So gibt es ihn doch, aber wir konnten nicht feststellen ob er als Messwein taugt. Im Kloster Machern, ein ehemaliges Kloster der Zisterzienserinnen gegenüber Zeltingen-Rachtig am linken Ufer der Mosel, hielten wir eine kleine Andacht. Weil wir keine Hostien und Kelche hatten, behalfen wir uns mit Rotwein und gebrochene Brote. Die angrenzende Bar lieh uns die Gläser aus. Anstatt zum Friedenszeichen die Hand zu geben, prosteten wir einander zu. Der letzte Teil der Fahrt der Mosel entlang war bei Sonnenschein schnell hinter uns. Ein toller Regenbogen begrüsste uns bei der Ankunft im „Krähennest“.

{slider title="Vierter Tag in Cochem, Moselschifffahrt und Weinprobe"}

Am vierten Tag besuchten wir Cochem, die zweitkleinste Kreisstadt Deutschlands, wo wir die Kirche St. Martin mit ihren modernen Kirchenfenstern bestaunten. Nach dem Stadtbummel durch verwinkelte Gässchen und an schönen Riegelhäusern vorbei, trennten wir uns wieder einmal in zwei Gruppen, die Gemütlichen und in die Bergsteiger. Die Bergsteiger besuchten die gewaltig über das Städtchen thronende Reichsburg. Aber ein Berg steigen war es auch wieder nicht, fuhr doch ein Shuttlebus die Gäste hoch und runter. Die Gemütlichen verweilten im Ort und nahmen vor der Schifffahrt ein kleines Häppchen inklusive den typischen „Federweissen“.

Schifffahrt auf der MoselDie darauf folgende Moselschifffahrt war gemütlich und interessant, denn sie passierte eine ganze Reihe von Schleusen. Wegen des kühlen Windes genossen wir die Aussicht mehrheitlich aus dem Inneren des Schiffes. Die Unentwegten beobachteten die Schleusenfahrt trotzdem auf dem Oberdeck im Freien.

In Alken, ein Nachbardorf von Löf, freuten wir uns auf die bevorstehende Weinprobe. Hier wurden wir vom Winzer Anton Hammes in einem herrlichen Keller empfangen. Wir kosteten einige Weine, die im Geschmack von „fein herb“, „trocken“, „halbtrocken“ oder „mild“ reichten. Der Winzer erklärte die verschiedenen Arten des Kelterns und gab Tipps, welcher Wein zu welchem Gericht passen würde. moselwein Aus dem übrig gebliebenen Trester wird normalerweise noch ein Schnaps gebrannt. Hier heisst er Tresterschnaps, bei uns in der Westschweiz als Marc und im Tessin als Grappa bekannt. Als Erinnerung erwarb der Schreibende einen Lieblichen Roten und einen Halbtrocken Müller-Thurgau.

Die Sportlichen unter uns kehrten zu Fuss zurück am Weingut vorbei über die hohe Mosel-Brücke durch das Dorf Löf bis hinauf zum Hotel, wo sich das allabendliche Ritual mit Schwimmen, gutem Essen und Schlummer­drunk wiederholte.

{slider title="Fünfter Tag Besuch des Bendetiktinerkloster Maria Laach am See"}

Heute Morgen heisst es Abschied nehmen vom Krähennest. Eine interessante Bus Fahrt über die Eifel bringt uns zur Abtei Maria Laach, die ganz in der Nähe der weltbekannten Autorennstrecke des Nürburgringes liegt. Doch anstatt schnelle Autos, Motorenlärm und Benzingeruch, besichtigen wir das stille Benediktiner Kloster.

MariaLaachDas „Bete Und Arbeite“ Der Mönche – So Könnte Man Das Anliegen Unseres Ordensgründers Benedikt Von Nursia Zusammenfassen – Hat Diesem Ort Seine Nachhaltige Prägung Gegeben. Herzmitte Von Allem, Was Sie Hier Sehen, Ist Unsere Schöne Abteikirche, Ein Juwel Romanischer Baukunst. Sie Veranschaulicht, Worum Es Uns Vor Allem Geht: Gott Zu Loben, Der Uns Menschen Und Seine Ganze Schöpfung Liebt. - Ihr P. Albert Sieger, Osb

So werden Gäste vom Prior auf der Internet Seite begrüsst. Herzstück der Klosteranlage ist die 6-türmige romanische Basilika. Sie gilt als eines der schönsten romanischen Baudenkmäler Deutschlands. Zum Kloster gehören auch Buch- und Kunsthandlung, Gärtnerei, Klostergaststätte, Kunstschmiede, Bildhauerei, Glockengiesserei und ein Hotel. Alles wird vom Kloster geführt, auch das Seehotel Maria Laach, Herberge für die letzte Nacht unserer Reise. Nein, es ist keine einfache Herberge mit Massenlager für Pilger auf einer Wallfahrt, sondern ein gut geführtes Erstklasse Hotel. Wie schon einmal erwähnt, wenn Eva Streit organisiert, wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Hier werden wir bedient und verwöhnt, was wir uns gerne gefallen lassen.

Den Nachmittag konnte jeder nach Lust und Laune verbringen. Während einige sich von der Gärtnerei inspirieren liessen, spazierte die grössere Gruppe zum Blockhaus beim Camping, wo sie bei kühlen Drinks oder heissen Tee gemütlich zusammen sassen. Die Sonne schien und wir genossen die Wärme auf der Terrasse. Beim Abstecher zum Hofladen wurde noch ein herrliches Wallnussöl erworben. Dann machten sich alle pikfein, denn der Hoteldirektor lud zu einem Willkommens-Apéro ein.

Wir hörten wann das Hotel gegründet wurde, wie es geführt wird und welche Rolle es im Klosterleben spielt. Dann durften wir uns zu Tische setzen, wo ein gediegenes Abendessen serviert wurde. Diesmal war es nicht die Hotelbar, sondern das Kellergewölbe „Eichenkamp“, das als Ambiente für den zur Tradition gewordenen Schlummerdrunk diente. Fast schade ins Bett zu gehen, meinten die Unentwegten…

{slider title="Letzter Tag und Heimreise"}

Tag der Abreise, packen und Abschied nehmen; wir fuhren fast die gleiche Strecke zurück mit  Halt in Landau zum Lunch und dann gemütlich das Elsass hoch bis nach St. Louis bei Basel. Noch ein letzter Kaffeehalt und schon war alles vorbei. Wir verabschieden uns herzlich und bedanken uns für die umsichtige Organisation und die schöne Zeit, die wir zusammen verbringen durften.

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