Die Orgel und die Empore

Mittelhochdeutsch: Bor = oberer Raum, Höhe
Griechisch: órganon = Werkzeug, Instrument, Organ
Emporen finden sich in jüdischen, christlichen und islamischen Sakralbauten.
Nach dem Vorbild der Synagoge waren Emporen ursprünglich vor allem für Frauen reserviert und in der Barockzeit für Männer. Heute sind Emporen offen für alle.
Weil in der Antike Orgelmusik zu Tanz und Unterhaltung verbreitet war, wurde diese Musik anfänglich in kirchlichen Kreisen nicht gern gesehen. Seit dem 8. Jahrhundert wurde die Orgel nach einer Schenkung aus Byzanz, im Westen bekannt und seither - anfänglich mit Widerständen - in liturgischen Gebrauch genommen. Die Orgel gilt seit Jahrhunderten als Königin der Instrumente. In ihrer Erscheinung ist sie ist das grösste und meist auch in ihrer optischen Erscheinung das prächtigste Instrument, häufig ausgestattet mit dem Tonvolumen eines ganzen Orchesters.
Das zweite vatikanische Konzil (1962 - 1965) schrieb: „Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben." (Konstitution über die heilige Liturgie, Sacrosanctum Concilium 120)
Orgel: 1964, T. Kuhn, Männedorf
3 Manuale, 1 Pedal, 32 Register






