fensterreihe4

Römisch-Katholische Kirche

St. Felix und Regula

3. Martyrium im Oel

Geschichte von St. Felix und RegulaNachdem sich die Drei standhaft weigerten, die römischen Götter zu verehren und damit auch den Kaiser als ihren Repräsentanten, lässt Decius seine abschreckenden Drohungen wahr werden, sie unmenschlichen Qualen und Martern ausliefern.

Wiederum sehen wir, wie der Legenden-Autor die Verbindung zur Passion Jesu herstellt, nach dem vorläufigen Urteil des Pontius Pilatus, des römischen Statthalters. Die Drei befinden sich im siedend heissen Oel und werden zusätzlich an Kopf und Händen damit übergössen, während Decius mit seinem Gefolge dabei steht.

Die so Gemarterten verharren jedoch unbeirrt im Gebet, um die Qualen der schrecklichen Tortur ohne Schwächeanfall mit der Kraft Gottes zu ertragen. Auch hier die Verbindung mit dem betenden Jesus im Ölgarten: „Betet, dass ihr nicht in Versuchung geratet. Ein Engel vom Himmel erschien Jesus, um Ihn zu stärken“, Lk 22,40-43.

Ursprünglich besassen alle Bildtafeln einen Goldgrund, der leider später naturalistisch übermalt wurde. Dieser ursprüngliche goldene Hintergrund versinnbildet, dass bei allem Vordergründigen und Menschlichen Gott und damit das Himmlische im Hintergrund steht, das Jenseits im Diesseits.

„Wenn du auch durch Wasser schreitest bin ICH bei Dir, und durch Ströme, dass sie Dich nicht überfluten. Gehst du durch Feuer, wirst Du nicht gebrannt und die Flamme sengt Dich nicht. Denn ICH, der EWGE, bin Dein Gott, Dein Retter“, Jesaja 43,2f. Es ist das Zeugnis des Widerstandes aus der Kraft, die Gott den Seinen verleiht.