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Römisch-Katholische Kirche

St. Felix und Regula

5. Die Enthauptung

Geschichte von St. Felix und RegulaDa keine der Marter-Qualen dem freimütigen Christus-Bekenntnis beikamen, schritt der Richter nun zum Letztmöglichen, der Enthauptung. Auch hier ist Decius beim Gerichtsvollzug zu sehen. Ebenso die Annäherung zur Kreuzigung Jesu, ausserhalb der Stadtmauern, rechts oben angedeutet, die Stadt. Als Ort der Enthauptung wird in der Legende die Limmatinsel angenommen, wo in späterer Zeit über der Richtstätte die sogenannte Wasser-Kirche gebaut wurde. Enthauptungen in jener Zeit wurden meist an Flüssen vollzogen.

Die Enthaupteten werden zwar immer am Boden liegend dargestellt. Doch diese Drei kniend, ihre Häupter vor der Brust, in den Händen tragend. Eine ausserordentliche, Symbol starke Darstellungsweise. In eurer Gewaltanwendung vermögt ihr zwar unsere Köpfe vom Leib zu trennen. Doch untrennbar, alles überwindend und überlebend bleibt unser Glaube, unsere Hoffnungsgewissheit, unsere Liebe und Treue, die uns geschwisterlich verbindet mit Christus und durch IHN im Heiligen Geist mit Gott. „Denn stärker als der Tod ist die Liebe“, Hohe Lied 8,6f.

Später, am 8. Februar 1600 wird und hat Giordano Bruno bei der Todesurteilverkündigung in Rom durch öffentliche Verbrennung vor dem kirchlichen Tribunal die berühmten Worte gesprochen, die wie ein Vermächtnis lauten für alle, die ihre Angst vor einer unfehlbar scheinenden „göttlichen“ Behörde überwinden aus Liebe zur Wahrheit: „Mit grösserer Furcht wohl sprecht ihr mir das Urteil, als dass ich es entgegennehme“.