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Römisch-Katholische Kirche

St. Felix und Regula

6. Das Wegtragen der Häupter

Geschichte von St. Felix und RegulaSo werden sie allezeit dargestellt und so erkennt man sie bis heute, die Stadtheiligen. Sie tragen ihre Häupter in ihren Händen „vom Fluss 40 Ellen weit bergan bis zur Stätte, wo sie begraben werden wollten, 200 Ellen vom Kastell entfernt“. Dort, an ihrer Grabstätte, steht bis heute das Grossmünster, als Wahrzeichen der Stadt Zürich, angedeutet auf der Bildtafel, ganz links oben.

Auffallend an dieser Darstellung ist, dass die drei Häupter wiederum vom sog. Heiligen-Schein umgeben sind, während er vorher, bei der Räderung, auf dem Rost sowie bei der Enthauptung fehlt. Will der Künstler damit wohl so etwas wie die Gottverlassenheit darstellen, wie wir sie kennen beim Tode Jesu? „Mein Gott, mein Gott, warum hast DU mich verlassen bist fern meiner Rettung, den Worten meiner Klage?“ Psalm 22.

Die Stehenden und Gehenden, nun wieder den goldenen Nimbus um ihre Häupter, bringt die wunderbare Rettungs-Tat Gottes, ihre Auferweckung und Auferstehung aus dem Tode zum Leben symbolisch zum Ausdruck, die Schicksalsgemeinschaft mit Christus: „Sind wir mit Christus gestorben, so vertrauen wir darauf, dass wir auch mit IHM leben werden“, so Paulus im Römerbrief 6,8. „Wie Gold im Schmelzofen hat Gott sie erprobt und sie als vollwertiges Opfer_ angenommen. Alle, die auf IHM vertrauen, werden die Wahrheit erkennen, und die Treuen werden in Liebe bei IHM bleiben. Ihr Sterben ist Unsterblichkeit“, Buch der Weisheit 5,6-8.

Ebenso zeichenhaft dargestellt ist: die Wahrheit, von der Christus Zeugnis gab, sowie auch seine Zeugen, lässt sich nicht totschlagen, sie überwindet, überlebt alles. Jesu Evangelium erleidet zwar allezeit massiven Widerstand, Leiden aller Arten, gewaltsame Vernichtung. Doch durch Gottes Richtigstellung und Wiederherstellung die bleibend gültige Rechtfertigung und Wahrheit. Es gibt niemanden und nichts, das dem Leben, der Liebe, der Wahrheit Gottes überlegen ist. Der Weg des Evangeliums Jesu geht durch alle Hindernisse und Verhinderungen menschlicher Macht und Gewalt weiter - bis ans Ende aller Zeit.